Die Vorhersagen der Anderen: Die Nieman Lab Predictions für 2026
Shownotes
Alle Vorhersagen gibt es hier](https://www.niemanlab.org/collection/predictions-2026/))
Die Links zur Folge
Das Paper zu Technologie im Newsroom, von dem Johannes erzählt
John Saroff: The return of the media brand
Alastair Coote: Charting a path out of the slop bucket
Akoto Ofori-Atta: The year we all algorithm-proof our audiences
Alexandra Borchardt: Editors will start tackling the 5% challenge — and it won’t be fun
Mythili Sampathkumar: Welcome to the next Renaissance
Linda Solomon Wood: How to slay a Trojan Horse
Christiaan Mader: Journalism realizes it has a business talent problem
Jon Keegan: A tech company will claim to have achieved AGI. The news media won’t be ready
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00:00:01:
00:00:22: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Hype-Instituts, die Dezember-Folge, die letzte Folge in diesem Jahr und zum letzten Mal in diesem Jahr.
00:00:32: Johannes, was macht der Hype?
00:00:34: Weihnachten noch nicht so ganz.
00:00:36: Ich weiß nicht, wie es in Schweden ist, aber hier ist es einfach nur kalt.
00:00:40: Es ist wenigstens mal Sonne da anstatt dem grauen Milch nach Himmel.
00:00:43: Hier ist auf jeden Fall das Hypthema Klimawandel, weil es ist nicht kalt.
00:00:50: Es ist nicht warm, aber es ist auch nicht kalt.
00:00:52: Und es ist auf eine unangenehme Art, hat man das Gefühl, dass es kälter sein sollte.
00:01:00: Das ist ein Hypthema, das uns, glaube ich, weiter ... weiter begleiten wird.
00:01:07: Das ist ein komisches Beispiel, aber ich weiß nicht, ob du mal, es gibt ja diese Pulver, die man so kaufen kann, die angeblich, wenn man am Abend trinkt, am nächsten Tag den Hangover verhindern.
00:01:15: Und ich hab das einmal ausprobiert, und dann hat man am nächsten Tag so ein ganz merkwürdiges Gefühl, dass man keinen Kater hat, aber man sich irgendwie so fühlt, als sollte man einen haben.
00:01:26: Und das ist auf eine andere Art unangenehm.
00:01:28: Und genauso geht es mir mit dem Klimawandel, wenn es im Winter neuen geratet.
00:01:33: Diese Metapher wird Ihnen gebracht vom dreißigsten Geburtstag aufwärts.
00:01:38: So mag es sein.
00:01:40: Aber, was der Hype natürlich auch macht, ist, er schaut noch mal in die Zukunft.
00:01:44: Das ist hier so ein bisschen die Aufgabe des Hypes, sag ich mal.
00:01:48: Und wir hatten in der letzten Folge im November auf den Medientagen München mit Maria Lorenz-Buckelberg schon so ein bisschen über unsere Predictions, unsere Trendthemen, sag ich mal, für es für es für Jahrtausendsechsundzwanzig gesprochen, was Wir wichtig finden, womit wir uns gerne beschäftigen wollen im nächsten Jahr, aber das große Vorhersagen-Event des Journalismus am Ende des Jahres stand da ja noch aus, nämlich die Predictions des Niemenlab, die immer, glaube ich, weltweit inzwischen international Denkerinnen und Denker, Journalistinnen und Journalisten, Menschen in der Medienbranche zu ihren Predictions fürs kommende Jahr befragen, also jetzt für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr.
00:02:27: Und wir haben uns jetzt für die Abschlussfolge noch mal gedacht, nachdem wir unsere Themen ja schon platzieren durften, jetzt auch einmal über die Ideen und Gedanken von anderen zu sprechen und also über unsere Lieblings-Predictions der Niemenlab-Predictions zu sprechen.
00:02:43: Man muss dazusagen, vielleicht als Disclaimer, Johannes ist dabei, oder?
00:02:46: Ich bin
00:02:46: dabei, ja, genau.
00:02:47: Ich hab tatsächlich auch, ich hab seit ein paar Jahren immer so eine stehende Einladung damit zu schreiben.
00:02:52: Ich tust nicht jedes Jahr, aber ich hab für dieses Jahr auch eine geschrieben.
00:02:54: Der
00:02:55: können wir sich auch darüber reden.
00:02:56: Wir haben beide uns umgeschaut, was unsere Lieblings-Predictions sind.
00:03:00: Auch das hier, die Weihnachtstradition im Hype-Institut.
00:03:02: Wir wollen nicht zu viel danken.
00:03:04: Das reden wir nicht über die, die wir nicht gut fanden.
00:03:06: Da gab es auch ein paar, muss ich sagen.
00:03:09: Aber reden wir über die, die wir gut fanden.
00:03:12: Und wir hatten dieses Thema irgendwie ausgewählt, dass wir darüber sprechen wollen.
00:03:15: Und dann ist mir bei der Recherche aufgefallen, dass wir nicht darüber gesprochen hatten, was eigentlich Favorit oder was uns gut gefällt oder die besten Predictions eigentlich bedeutet.
00:03:23: Deswegen habe ich jetzt zwei Kategorien.
00:03:25: Einmal Themen, die ich gut finde, weil es bestätigt, was wir schon immer gesagt haben.
00:03:29: Und einmal, was ich gut fand, weil es mich irgendwie zu Nachdenken angeregt hat und überrascht hat.
00:03:33: Wie bist du vorgegangen, Johannes?
00:03:35: Sehr, sehr, sehr, sehr unterschiedlich ist.
00:03:38: Und man, das ist ja immer eine ganze Reihe.
00:03:39: Das sind, glaube ich, hundertfünfzig Artikel.
00:03:40: dieses Jahr, wird zumindest, war es gestern, hundertfünfzig Artikel, als ich durchgegangen bin.
00:03:45: Ich bin dann immer so sehr nach Überschriften gegangen, jedes Mal, wenn Unlocking oder sowas in der Überschrift war, habe ich es ja gar nicht gelesen.
00:03:51: Und dann so ein bisschen so, ja, ist das interessant, finde ich, das ist spannend.
00:03:54: Ich glaube, wir haben auch, glaube ich, sehr ähnliche Perspektiven auf einige der Sachen.
00:03:58: Wir haben es gerade auch im Vorgespräch schon gemerkt, dass wir uns ein paar Sachen ähnliche Sachen interessieren.
00:04:02: Thema hundertfünfzig Artikel darf ich einmal sagen.
00:04:05: Ich weiß nicht, wie du das siehst als Designer.
00:04:06: Ich fand das dieses Jahr fürchterlich designt.
00:04:10: Das ist ja so, wer schon auf der auf der Webseite vom Nemen Lab war und das gesehen hat, das sind alles so Cards, die man dann klicken kann oder die sich dann so umdrehen.
00:04:18: Und es lädt zumindest bei mir nicht so wahnsinnig schnell und das ist irgendwie clumsy und ich hätte lieber einfach eine Liste gehabt.
00:04:26: So, die gibt's auch, aber so die Präsentation fand ich in diesem Jahr nicht ideal.
00:04:31: Also kleine, bis Sie Kritiker waren.
00:04:33: Ja, das ist technisch.
00:04:34: Ich fand es auch interessant, die sind, also statt einer reiner HTML-Seite ist es halt eine javascript-gerrennete Seite.
00:04:41: Und das führt dazu, dass es halt so schnell ist wie javascript, bloß der Internetverbindung.
00:04:47: Ja, anyways, lass uns über die Inhalte reden.
00:04:49: Vielleicht können wir das ein bisschen schneller abhaken, weil es ja Hörerinnen dieses Podcast ja auch wissen, was wir schon immer gesagt haben, weil wir es ja schon immer sagen.
00:04:59: Deswegen können wir, glaube ich, diese Themen schneller abhandeln.
00:05:03: Wir verlinken die natürlich auch alle, also die ganzen Predictions, über die wir jetzt sprechen, verlinken wir dann natürlich in den Show-Notes.
00:05:08: Und ich würde einmal anfangen mit einem, das mir aufgefallen ist, von John Sauroff oder Sauroff.
00:05:14: dem Gründer von Chartbeat, der darüber geschrieben hat, The Return of the Media Brand, wo er quasi angesichts von fragmentierten Audiences, von Chatbots, von auch Google Zero.
00:05:29: Ich glaube, er erwähnt es nicht so explizit, aber von diesen ganzen Discoverability-Problemen halt drüber spricht das Einzige, was Medienunternehmen noch haben.
00:05:40: was halt ihre, was sie halt ausmacht, ist halt ihre Marke und dass sie den guten Namen haben, zu dem Leute zurückkommen.
00:05:46: Eine andere Prediction, die ich mir nicht gemerkt habe, hat's, glaube ich, sogar explizit dann so geschrieben, die Brand muss halt so stark sein, dass Leute bereit sind, die URL in ihr Browserfenster wieder einzutippen, weil das so die sicherste Möglichkeit ist, wie die Leute noch auf die eigenen Inhalte stoßen.
00:06:01: Und ja, ich glaube, das Brandthema, das ist jetzt auch nicht nur von uns.
00:06:06: Haben wir ja auch schon öfter von anderen gehört in den letzten zwei, drei Jahren, oder?
00:06:10: Ja, es ist so, an sich ist es nichts Neues.
00:06:12: Ich glaube, dass es diese vorherige Künste hätte, glaube ich, die letzten zehn Jahre jedes Jahr schreiben können.
00:06:18: Die tritt auch immer wieder so ein bisschen ein.
00:06:19: Ich glaube, viele der größeren Marken verstehen das.
00:06:22: Also, ich gebeiert hätte dieses Jahr extrem viele.
00:06:24: Und Marketing in den USA gefahren, die New York Times ist wahnsinnig stark, die Süddeutsche versucht das ja auch schon länger.
00:06:30: Der
00:06:31: Onion tatsächlich ja auch, ich würde mal die Onion, das Satire-Magazin, das jetzt auch eine Prinzhaltung rausbringen würde ich auch mal in der Ecke sehen.
00:06:39: Das sieht man immer wieder eigentlich, dass es so einen Markensystem ist und auch irgendwie wichtig ist und das wichtig wahrgenommen wird und gleichzeitig aber immer so ein bisschen ins Hintertreffen gerät.
00:06:51: Und ich glaube auch, dass Medienhause immer noch besser werden können.
00:06:55: So auch wenn sie, finde ich, da nicht bei Null anfangen, viele sehr, sehr, sehr gut sind, muss man ehrlich aber sehr aussagen.
00:07:01: Aber da fehlt oft ein Gefühl dafür, wie Markenführung tatsächlich langfristig aussehen kann, über die einzelnen Kampagnen weg.
00:07:08: Und ich glaube auch da hat ja Freund des Podcasts und Freund des Medellabs Dirk von Gehlen auch im letzten Jahr, was letztes Jahr, glaube ich sogar noch ein Buch darüber geschrieben.
00:07:17: Machtmarke, wo es nicht nur um Medienunternehmen ging, aber ja doch auch.
00:07:22: Insofern, das glaube ich ein wichtiges Thema.
00:07:24: Muss man aber, der Fernseher war klar auch dazu sagen, meinte ich eben schon, kein Geheimwissen.
00:07:27: Ich glaube, viele haben das auf dem Schirm.
00:07:29: Und ich glaube, das kann man getrost dann als Zeichen oder Signal dafür nehmen, dass das ein wichtiges Thema ist und wichtiges Thema bleibt.
00:07:37: Und man gut daran tut sich weiter, damit zu beschäftigen.
00:07:40: Selber Richtung.
00:07:41: Tatsächlich können wir direkt Natus übergehen.
00:07:43: zu dem Nächsten.
00:07:44: Find ich gut, weil es meine Meinung bestätigt.
00:07:47: Prediction übergehen können, in dem Fall von Alistair Koot, Software Engineer bei The New York Times, charting a path out of the slop bucket.
00:07:57: Schöne Besicht.
00:07:58: Ich
00:07:58: finde auch, vor allen Dingen, weil ich weiß nicht, wer SpongeBob gesehen hat, das klingt so ein bisschen wie das Restaurant von Plankton, dem Chum Bucket.
00:08:05: Das gefällt mir ganz gut.
00:08:06: Das passt auch als visuelle Metapher ganz gut, finde ich.
00:08:09: Und der im Endeffekt das Gleiche sagt, ein bisschen von der anderen Richtung, er geht so ein bisschen stärker darauf ein, dass das Bedürfnis nach verifizierten Inhalten steigern, sich steigern wird in einer Zeit in der Halt.
00:08:22: die gefakten Inhalte immer mehr werden.
00:08:25: Er schreibt in einem Satz, was ich dann ganz süß fand, im Jahr im Jahr wird es ein großes Medien-Event geben, wo es dann direkt Fakes und Fake-Videos dazu gibt, wo ich noch mein Brother in Christ, this has already happened.
00:08:39: Also, ich glaube, bei Charlie Kirk hat man das ganz krass gesehen und so weiter.
00:08:43: Das ist ja einfach schon die Welt, in der wir leben.
00:08:45: Und seine Vorhersage ist eben, dass journalistische Anbieter die ... noch ein Restvertrauen haben oder die eine Marke auf Verifikation, auf Wahrhaftigkeit aufgebaut haben.
00:08:57: Er beschreibt es gut daran tun, die Fußmatte wieder auszurollen, an alle, die zurückkommen wollen, die in den Slop-Bucket tauchen und sich denken, um Gottes Willen, ich muss was Richtiges finden und dann vielleicht wieder bei CNN, New York Times, Süddeutscher Spiegel etc.
00:09:13: landen.
00:09:13: Ja, ähm... eigentlich müsste man aufhören, Twitter als Nachrichtenticker zu verwenden.
00:09:23: Also ich glaube, viele haben das ja auch schon getan, oder?
00:09:25: Also ich glaube, ein Teil von dieser Wahrnehmung, dass sich Menschen von Social Media verabschieden, was ja nicht stimmt, sie verändern nur ihre Social Media Nutzung, ist ja schon eine, ich will die sagen, Fluchtbewegung oder Bewegung weg von diesen Inhalten.
00:09:43: Und ich kann jetzt nicht so richtig für die amerikanische Situation sprechen, die da sicher noch mal speziell ist, aber ich meine, das ist wahrscheinlich genau das, was wir in Deutschland zumindest während Corona gesehen haben, wo auf einmal die Leute in Scharen wieder zu den öffentlich-rechtlichen zurück sind und die Zugriffszahlen bei der Tagesschau hochgegangen sind, bei der SZ hochgegangen sind
00:10:00: usw.,
00:10:01: wo genau das war.
00:10:02: Es war Unsicherheit, es war wahnsinnig viel.
00:10:06: Unklare Informationen.
00:10:08: Ich weiß gar nicht mehr nur falsche Informationen, aber es war wahnsinnig viel im Umlauf, was Leuten Angst gemacht hat, wo sie sich nicht sicher waren, was stimmt und so weiter.
00:10:15: Und viele haben dann wieder ihren Weg zurückgefunden zu den klassischen Medienanbietern, oder?
00:10:19: Definitiv.
00:10:19: Ich glaube, das ist auch wieder dieses Vertrauensthema und was ja auch komplexer ist und nicht einfach zu lösen ist, wenn man jetzt keine Pandemie im Laufen hat.
00:10:30: Für mich ist da einfach der entscheidende Punkt dieses, das ist eine Entwicklung, die im Journalismus wahrscheinlich nicht beeinflussen kann im Sinne von, dass sie nicht verhindern können, dass es diese Massen an Slop, an Fakes, an Deep Fakes, whatever gibt.
00:10:45: Aber diesen Gedanken, okay, wir müssen halt dafür sorgen, dass die, für die Leute, die das sehen, und das werden viele sehen, die dann was anderes suchen, denen die Tür soweit wie möglich aufzumachen, oder?
00:10:55: Also das ist, glaube ich, die Aufgabe ist.
00:10:57: Ja, ich glaube, das fasst das wahrscheinlich relativ gut zusammen.
00:11:01: War so ein bisschen, das ist schon auch Brandbuilding, aber halt irgendwie nicht nur, finde ich jetzt, ohne dass ich jetzt konkret... Oder?
00:11:08: Also...
00:11:09: Ich glaube, das hängt dann immer wieder davon ab, wo ziehe ich hier die Grenze.
00:11:12: Ich würde sagen, es ist Teil davon, oder sollte Teil davon sein, oder Teil von Media-Brandbuilding sein, oder es auch so gesehen werden.
00:11:19: Aber das hängt wahrscheinlich dann von den einzelnen Cases ab.
00:11:22: Dann lass es noch... Genau, ich hatte noch einen dritten Case dazu, einen konkreten Case vielleicht dazu mal zu nennen.
00:11:27: Das ist die Prediction von Akoto Oforiata.
00:11:30: Gründerin von Capital B, einem unabhängigen Nachrichtenmedium, auch in den USA.
00:11:36: The year, the year, we will all algorithm proof our audiences.
00:11:41: Und auch da geht sie in dieselbe Richtung, berichtet aber ein bisschen praktischer tatsächlich aus ihrem Arbeitsalltag, wo sie halt schon in News-Deserts unterwegs sind, wo sie mit Journalismus fernen Zielgruppen unterwegs sind und wo sie deswegen einfach ganz ganz andere Wege gehen.
00:11:55: um ihre Audiences zu erreichen, wo sie sagt, ja auch für uns war es Social Media und SEO und so war für uns schon wichtig, aber es war für uns noch nie der Hauptweg.
00:12:05: Und deswegen, wenn das wegfallen sollte komplett, wäre das auch für uns ein Problem, aber es ist nicht für uns vielleicht nicht so ein großes Problem, wie es für andere Medien ist, weil wir eben zum Beispiel die legen offenbar einen gedruckten Newsletter aus.
00:12:17: den sich Leute mitnehmen und verteilen können in ihren Communities.
00:12:20: Sie beschreiten Pivot to Print, das ist was, wo wir auch schon gesprochen hatten hier im Podcast.
00:12:25: Und redet über wie sie halt lokale Barbershops zu Vektoren für Information und News und sowas machen.
00:12:31: Auch das wieder ein Thema hatten wir auch im letzten Jahr schon mit David Schraven im Ruhrgebiet, der ihm diesen Kaffeewagen gemacht hat, also diese ganzen Community-Espekte, was zum Teil auch... Bühnen sicher mit einschließt, aber auch in dieses Rausgehen, andere Wege finden mit der Community in Kontakt zu kommen, die eben nicht abhängig von AI oder Plattformen ist.
00:12:51: Also unabhängig von Sachen, die man nicht selber kontrolliert.
00:12:54: Ja, es ist auch interessant, wenn man sagt über Barbashops redet, dass das ja eigentlich auch wieder den Slogan, den man immer wieder sagt, nicht dahingehen, wo die Leute sind, das ja oft eher das Argument ist, warum man jetzt auch den nächsten Social-Plattformen unterwegs sein muss, nur da umgedreht.
00:13:10: in diese Fertspaces zu gehen und da präsent zu sein.
00:13:13: Wobei ich das Thema Sachen, die irgendwie schon länger unterwegs sind, auch das ist ja was, was irgendwie unabhängig vom Internet ist, weil ich erinnere mich noch, gut, jetzt war ich natürlich nie Journalist, als es das Internet nicht gab, aber ich hatte trotzdem das Gefühl, als ich in den Journalismus eingestiegen bin, dass genau das selbe Argument kam, wir müssten doch wieder mehr rausgehen und so weiter und so fort, gesagt wurde aber im Bezug aufs Telefon.
00:13:35: Oh, ja.
00:13:36: Weil irgendwie das Thema war, ja, die jungen Journalisten, die sitzen, die rufen dann halt nur noch an, die gehen nicht mehr raus auf die Straße und reden mit den Leuten.
00:13:45: Und auch damals war ja schon vor zehn Jahren, eigentlich müssten wir wieder mehr raus und wieder mehr auf die Straße, mehr zu den Leuten.
00:13:52: Und das ist, glaub ich, auch was, was dich gerade lokaljournalistische Medien ja immer auf die Fahne geschrieben haben.
00:13:57: Wir sind ja noch die, die noch nah an den Leuten sind.
00:13:59: Also auch da eigentlich ist keine krasse neue Erkenntnis, sondern eine Bestätigung von ... für möglicherweise eine Wahrheit, die schon länger im Raum steht.
00:14:07: Es ist sehr witzig, weil ich habe tatsächlich, ich weiß, wir schlafen jetzt kurz ab für ein paar Sekunden, aber ich habe ein Paper von Will Mary gelesen, deren amerikanischer Technologie-Historiker ist mit Fokus auf Journalismus, der im Grunde genau diese Thematik so ein bisschen rausgearbeitet hat, inwiefern all diese Technologien und das fing mit dem Telegramm schon an.
00:14:28: die Distanz zwischen Journalismus, Publikum oder Journalismus und über den Objekt der Berichterstattung verreduziert haben, hat zugefügt, dass Journalisten immer weniger mobil wurden.
00:14:39: Und das als Telefone im letzten Jahrhundert aufkam, es lange und breite Diskussionen darüber gab, ob Telefone in Newsrooms angeschaffen werden sollten und wenn ja, wie viele.
00:14:51: Und oft gab es dann singuläre Telefonzellen in den Newsrooms statt Telefone auf jedem Schreibtisch, weil man nicht wollte, dass die Journalisten im Büro bleiben.
00:15:01: Also ja, es ist irgendwie so eine sich durchziehende Diskussion.
00:15:05: Und super interessant ja auch eigentlich, dass es ja dann, dass es diese Entwicklung gab und dann später ja erst in das Internet kam, der Vorwurf war her, nicht nur online recherchieren, auch mal den Telefonhörer in die Hand nehmen und jemanden anrufen.
00:15:17: Also quasi, dass das Overton-Window das rausgehen und Leute treffen, sich da auch immer verschiebt, wenn die neue Technologie dazu kommt.
00:15:25: Ja,
00:15:25: ich werde das Paper in die Schornlots verlinken.
00:15:28: Sehr gerne.
00:15:29: Ja, gerne mal darauf verweisen für die Leute, die noch was Akademisches haben wollen.
00:15:33: Vielleicht zum Abschluss noch des Blogs.
00:15:36: gut, weil es bestellt ist, was wir schon immer gesagt haben.
00:15:38: Und dann gehen wir in die Themen, die uns vielleicht überrascht haben und die wir irgendwie auch noch spannend fanden.
00:15:44: Ich muss zugeben, ich hab zuerst einen kleinen Fehler gemacht, als ich mir diese Prediction durchlesen wollte.
00:15:49: Ich war zuerst auf dem Predictions for twenty-fünfundzwanzig unterwegs.
00:15:53: Und es hat keinen Witz, es hat irgendwie drei oder vier Predictions gedauert, bis ich das gemerkt habe.
00:15:58: Und ich hab's auch nur gemerkt, weil ich eine Prediction gelesen habe, wo ich dachte, hä, hat der Typ das nicht letztes Jahr schon genauso, hatte nicht das auch schon letztes Jahr behauptet.
00:16:06: Und dann hab ich nachgeschaut und gesehen, oh nee, das sind die Predictions vom letzten Jahr.
00:16:10: Und insofern auch da, die eigentlich auch ein schönes Zeichen, So schnell ist die Entwicklung dann irgendwie doch nicht.
00:16:16: Also ich glaube, die großen Linien sind halt doch nicht erst letztes Jahr entstanden, sondern ziehen sich durch.
00:16:22: Es ist immer so, glaube ich, auch mit so Technologieverein.
00:16:25: Es wird immer gern das Revolution und Bruch mit der Geschichte verkauft.
00:16:31: In der Regel ist in die tatsächliche Adoption sehr so evolutionär, kleinteilig, voll mit Ducktape und zusammengestückelt als ich.
00:16:42: gehe in den Feierabend und komme morgens zurück und arbeite vollkommen anders.
00:16:46: Das ist, glaube ich, immer so die Thematik.
00:16:48: Und es ist trotzdem interessant, dass dieses Marketing trotzdem funktioniert und dieses Storytelling rund um Disruption und Veränderung trotzdem so gut funktioniert, wenn die Wahrnehmung nicht so wirklich da ist.
00:17:00: Ich habe noch so ein paar Sachen, die ich interessant fand.
00:17:02: Wo ich jetzt eigentlich sagen würde, das ist auch so ein Riesending.
00:17:07: Lass uns gerne einfach in den Block gehen und lass uns jetzt einfach freier Sachen reden, die wir noch spannend und zum Nachdenken anregend fanden.
00:17:16: Und ja, starte gerne mit deinem Thema.
00:17:37: Executive Director und auf das es so ist, ist keine wirklich Vorhersage, aber so Journalism realises, it has a business talent problem, wo im Grunde so er erzählt, dass seine eigenen Erfahrungen erst Gründer, welchen Unterschied das einfach macht, jemanden anzustellen, der nicht nur schreibt oder nicht nur Journalist ist, sondern tatsächlich Business kann und vor allem Organisation kann und Strukturen kann.
00:18:03: ein bisschen diesen Operation erteilen, wie man ihm kann.
00:18:05: Auch das ist nichts Neues, das ist jetzt auch kein neues Phänomen, aber ich glaube es ist trotzdem immer wieder mal schön darauf hinzuweisen, dass genau diese Leute oft ein bisschen unterbeachtet sind.
00:18:16: Ja, so vom Grundsatz her, mehr Business Acumen irgendwie im Journalismus, das kenne ich schon länger auf jeden Fall auch, aber wie meint er das?
00:18:24: Meint er, dass halt im Medienunternehmen mehr MBAs einstellen sollen?
00:18:29: oder geht es da um... Journalistinnen, Journalistinnen und Journalisten, die das auch machen.
00:18:34: Es geht auch ein bisschen um Talent, tatsächlich.
00:18:36: Ja, so sagt er, ne?
00:18:36: Man hat sehr viel kreative Talentförderung.
00:18:39: Ja, genau.
00:18:39: Aber geht es um journalistisches Talent, das auch Organisationsfähigkeiten hat?
00:18:43: Nicht unbedingt.
00:18:43: Oder geht es um organisational Talent, das nicht zwangsläufig auch journalistisch
00:18:48: Talent sein muss?
00:18:48: Genau.
00:18:49: Zweiteres.
00:18:49: Okay.
00:18:50: Zweiteres.
00:18:51: Wie gesagt, auch kein neues Thema.
00:18:52: Und ich glaube, ist es aber trotzdem so, ne?
00:18:54: Ist mir grad lieber, als irgendwie die fünftzigste KI-Pro-L vorherzusagen, wie das ein Journalismus verändern wird.
00:19:00: weil viele der Probleme in Medienhäusern resultieren oft auf, sagen wir mal, Management, das besser sein könnte.
00:19:08: Ich weiß nicht, ob ich das schon mal im Podcast gesagt habe.
00:19:10: Vielleicht ist das ja ein Punkt, um das hier einfach mal zu Protokoll zu geben.
00:19:15: Wo ich schon länger darüber nachdenke oder was ich in dem Zusammenhang interessant finde, ist, ich will jetzt hier nicht so benbeckermäßig, sie werden mich dafür hassen, dass ich das jetzt sage, aber ich frage mich da immer, ob die ... die Trennung von Verlag und Redaktion, wie sie im Moment oft noch verstanden ist, in dieser Hinsicht noch zeitgemäß ist.
00:19:33: Und
00:19:35: ich will damit nicht sagen, dass ... Also, das Ziel, dass diese Trennung erreichen sollte, nämlich
00:19:41: unabhängiger
00:19:43: und unbeeinflussbarer Journalismus, ist natürlich ein Ziel, dass ich komplett teile.
00:19:49: Ich frage mich nur, ob diese strikte Trennung ... noch der beste Weg, um diese Ziel zu erreichen und ob es nicht auch viele andere Probleme schafft, nämlich dass Leute, die was vom Business verstehen und Leute, die was von Journalismus und Journalismus machen verstehen, nicht unbedingt in denselben Teams arbeiten.
00:20:06: Das passiert ja zwischen auch schon häufiger in Projektteams und so weiter, wo das schon stärker gedacht wird.
00:20:11: Aber ich glaube, dass ich zum Beispiel, das mag jetzt sehr idealistisch sein, aber dass eine umfassende Demokratisierung von Newsrooms vielleicht eine bessere Art wäre, bei Einflussbarkeit von einzelnen Menschen zu verhindern, als diese strikte Trennung, die vielleicht halt verhindert, dass Projekte im Journalismus, egal ob es jetzt Karikprojekte oder sonst was sind, auch mal Marketingtechnisch oder Brand-bildingmäßig durchdacht werden.
00:20:37: Ja, glaube ich sind wir einer Meinung.
00:20:40: Also Trennung, Verlag, Redaktion, abschaffen.
00:20:42: Grundsätzlich, immer.
00:20:44: Genau.
00:20:48: In dem Aspekt finde ich, dann finde ich auch die Prediction interessanter.
00:20:53: Wenn man das nicht macht, sehe ich so ein bisschen die Gefahr, was ja auch eine Gefahr ist, die es in den letzten Jahren schon gab, dass Ressourcen in Newsrooms weg vom Journalismus und hin zu Business geschoben werden.
00:21:06: Und ich da trotzdem immer sagen würde, also will man dann wirklich weniger JournalistInnen einstellen, um dafür mehr Business-Talent einzustellen.
00:21:14: Ja, total.
00:21:15: Das ist ja genau wieder dieses Ressourcenteamartik.
00:21:18: und wo setze ich Prioritäten?
00:21:20: Und dann ist es ja genau, da ist halt immer die Frage, an welchem Punkt treffe ich dann halt die Priorität?
00:21:25: Okay, nee, ich bin Hireer jetzt, Business Talent, wie er das beschreibt.
00:21:29: Wo macht das wirklich Sinn?
00:21:30: und wo muss ich dann Abstriche bei dem Journalismus machen, was irgendwie auch nicht die Lösung sein kann?
00:21:35: Vielleicht.
00:21:35: Ich gehe mal weiter, ich habe tatsächlich eine KI, eine einzige KI-Vorsage mitgenommen.
00:21:42: Der ist von John Keegan, John Keegan ist auch hier Fußnote.
00:21:46: ist ein Tech Reporter bei Sherwood News und wer Sherwood News nicht kennt, das ist tatsächlich das Nachrichten Outlet von Robin Hood, der Investment App, die tatsächlich, glaube ich, dieses Jahr gegründet wurde, meine ich, oder letztes Jahr, also auch relativ neu ist.
00:22:03: Sorry, werde ich dich unterbrechen, ich hasse diesen... Trend, dass alle Produkte nach so einem Thema benannt werden.
00:22:08: Oh, Peter Thiel bindet alles nach.
00:22:10: herr der Ringe, die benennen jetzt offenbar was, keine Ahnung.
00:22:12: Kommt da die Companion App Little John oder noch was, also keine Ahnung, ich finde das unkreativ.
00:22:17: Anyway, sorry.
00:22:18: Wenigstens
00:22:18: muss Tolkien dafür nicht erhalten.
00:22:21: Der aber so sehr, das ist so ein bisschen so ein Insight Baseballer, seine Vorsage ist, Attack Company will claim to have achieved AGI, the news media won't be ready.
00:22:29: Und es ist im Grunde so eine längere Aufführung, dass das Auch diese Benchmark oder Benchmarkreportung oder welches Modell ist jetzt schlauer oder nicht, war alles auf sehr wackeligen, methodischen, auf so sehr wackeligen, methodischen Fundament eigentlich basiert.
00:22:45: Und dass sich irgendein Unternehmen nächstes Jahr potenziell hinstellen könnte und sagen könnte, ja, wir haben jetzt AGI, also Artificial General Intelligence erreicht, dass sich ja auch in irgendeiner Form dann mit einem langen Paper belegen wird, dass das aber nicht unbedingt der Fall sein muss, weil Problem der ganzen Sache ist, es gibt natürlich keine gemeinsame Definition, was jetzt AGI ist oder wie es aussehen soll.
00:23:06: Und das aber natürlich ein Problem ist, für Journalisten oder für Medienreporter, wie berichte ich darüber, ohne das Reihen so Sensor zu mir aufzubauschen, Sensationalism zu betreiben und da nicht in diese Falle zu tappen, die das Marketing von Tech-Unternehmen hier stellt.
00:23:27: Auch beim Werk klein, aber fand ich tatsächlich sehr gut und gut geschrieben.
00:23:32: Ist, glaube ich, auch eine gute Warnung, weil ich denke, gewisse LKI-Firmen, die im nächsten Jahr noch größere finanzielle Probleme kriegen werden, als sie ohnehin schon haben, könnten zu verzweifelten Maßnahmen getrieben werden, wie sowas zu behaupten.
00:23:48: Find's ganz interessant, ich weiß nicht, ob das jetzt immer noch stimmt, nachdem ob mehr Eier die Umwandlung mit diesen komischen For-profit-Armen und so weiter jetzt irgendwie geschafft hat, muss man auch sagen.
00:23:57: habe ich nicht für realistisch gehalten, dass sie das rechtzeitig schaffen.
00:24:00: Offenbar haben sie sich doch mit Microsoft noch geeinigt.
00:24:02: Aber in den alten, dass der alte Deal den OpenAI mit Microsoft hatte, war ja, dass Microsoft Lizenzen an allem und dass die Intellektual Property und so alles nutzen darf, bis sie AGI erreichen.
00:24:15: Und ich glaube, in diesen Dokumenten war doch AGI einfach nur definiert, als OpenAI macht, war es hundert Millionen, war es eine Milliarde Gewinn.
00:24:23: Mit KI-Produkten, und dann nennen wir es AGI?
00:24:26: Ja, ja, genau.
00:24:27: Das hat da irgendeine sehr beliebige Umsatzzahl dahinter geklebt.
00:24:31: Deswegen ist das alles sehr, sehr, sehr beliebig und schwammig.
00:24:34: Es ist ja auch interessant, und der WorldShutter hat da auch eine Artikel darüber jetzt.
00:24:38: Dieser Woche, dass sogar Techfirmen anfangen, langsam nicht mehr über AGI zu reden.
00:24:42: Es gibt so ein Art Rebranding-Prozess, der gerade am Laufen ist, wo man versucht sich auch ein bisschen zu distanzieren.
00:24:48: Das
00:24:48: ist auch schon, das hat doch Sam Oldman doch schon vor einigen Monaten, hatte doch was bei Rogan oder so, hatte doch in Podcast schon gesagt, dass er findet den Begriff eigentlich gar nicht mehr zielführend.
00:24:57: Genau, was du so auf so ein Eingeständnis ist an der Stelle.
00:25:00: Also bleibt auf jeden Fall interessant, was das denn geht.
00:25:02: Ich fand es irgendwie nur ganz nett und ich glaube, am Ende, und das ist vielleicht auch der wichtige Punkt, das er hat so schreibt.
00:25:08: was er gerne sehen würde, ist, dass sich Journalisten mehr damit beschäftigen, wie diese Tools tatsächlich eingesetzt werden und wie Menschen damit umgehen und auch wie sie davon eben betroffen werden.
00:25:21: Das ist der viel interessantere Journalismus, als über Keynotes und Pressemitteilungen von Open AI und Code zu schreiben.
00:25:29: Man doch relevanter für die Gesellschaft.
00:25:31: Und dann hätte ich noch ein letztes Thema.
00:25:36: Wir haben eine Vorkurz über geredet, dass wir das ein bisschen länger überquatschen wollen.
00:25:39: Und zwar von Linda Solomonwood, Kanadierin, die Founder und Publisher of Canada's National Observer ist.
00:25:47: Und ihr Titel heißt How to Slay a Trojan Horse.
00:25:51: Can be the year we build more shared infrastructure that makes municipal governance searchable, comparable and trackable at the national scale.
00:25:59: Johannes Klingebiel ist ein einfacher Mann, er liest Infrastruktur, er klickt.
00:26:03: Genau.
00:26:06: Das finde ich grundsätzlich auch eine sehr interessante Idee.
00:26:10: Wie könnte man es schaffen, all diese Informationen, also Gemeinderatssitzungen, Veröffentlichungen von regionalen Regierungsorganen?
00:26:23: Wie kann man das strukturiert durchsuchbar machen, zugreifbar machen?
00:26:27: Sie spricht jetzt zum Beispiel auch bei dem Thema Was passiert, wenn also jemand eine AI-gestollte Kampagne fährt, um regionale Regierungsorgane oder Deutschland würde man auf Landratsämter und Radhäuser zum Beispiel gezielt anzugreifen, dass das einfach praktisch nicht möglich ist zu beobachten, wenn ich das nicht vergleichen kann über Regionale?
00:26:52: Denke ich ein sehr, sehr guter Punkt.
00:26:53: Es ist, glaube ich, trotzdem interessant, dass es sich nenn ich hier gar nicht KI-explizit, also die Schlüsseltechnologie.
00:26:58: Es ist eher so ein, hey, wir bräuchten hier einfach mehr gemeinsame Standards dieser Reporting und den Zugriff auf Grunde demokratische Entscheidungsfindung und Informationen über demokratische Entscheidungsfindung auf lokale Ebene vereinfacht.
00:27:12: Was ich finde, eine sehr schöne Vision, eine sehr kleine Vision ist auch, oder sagen wir mal klein im Sinne, unspektakulär, der aber interessant ist.
00:27:20: Finde ich, finde ich auch spannend, habe ich zwei, drei Gedankenfragen zu.
00:27:25: Vielleicht möchtest du doch mal deine Meinung dazu sagen.
00:27:27: Erste Frage, ist das die Aufgabe von Journalismus oder ist das nicht eher mal die Aufgabe von den Rathäusern, Landratsämpen, Bürgerversammlungen und so weiter, selber ihre Arbeit zu dokumentieren?
00:27:40: Oh, Henna, ich prinzip, keine Ahnung, ehrlicherweise.
00:27:42: Ich meine, realistischerweise im idealsten Fall, zweiteres, praktisch, muss man ehrlicherweise sagen, Dann sitzen wir hier noch, vielleicht, vielleicht, bis man da einen gemeinsamen Standard gefunden hat, der ausgerollt wurde und dann nicht veraltet ist.
00:28:00: Ist es vielleicht sogar interessanter, ehrlicherweise sollte man es schaffen, eine journalistische Infrastruktur aufzubauen, die vielleicht auch non-profit ist oder entsprechend organisiert ist, ob das nicht tatsächlich sogar der bessere und vielleicht auch schnellere Ansatz wäre, ehrlicherweise, aber schwer zu sagen.
00:28:17: Sie selber spricht jetzt zum Beispiel auch nicht drüber, muss man auch dazu sagen.
00:28:21: Sie sieht das journalistisch, aber sie sagt jetzt auch nicht im Detail, wie könnte das aussehen, wie könnte das finanziert sein?
00:28:27: Vielleicht sollte ich so ergänzen.
00:28:28: Ich würde das schon als Aufgabe von demokratischen Organen selbst sehen, solche Dinge zu machen.
00:28:35: Nichtsdestotrotz, selbst wenn sie das tun würden, ist es ja aus Gründen von Transparenz und vierter Gewalt und Überprüfen von demokratischen Entscheidungsfindungen sicher kein Problem, wenn Journalismus das auch tut.
00:28:47: Du sagst, das Vergleichbarkeit ist da irgendwie richtig.
00:28:50: Du sagst auch Non-Profit, das finde ich in dem Fall ein ganz gutes Stichwort.
00:28:54: Und das ist so, du sagst, sie erwähnt KI nicht.
00:28:57: Klar, KI kommt immer drum vor, wenn es darum geht, diese Vision, hey, wir können dann auf einmal jede Gemeinderatssitzung irgendwie zusammenfassen und irgendwie das zugänglich machen, was da besprochen wurde.
00:29:07: Ich sehe da so ein bisschen das Problem, wer liest das?
00:29:12: Weil ich glaube, Gemeinderatssitzungen, also Miss in Deutschland, ich weiß jetzt nicht, wie das immer in den USA oder in anderen Ländern so unbedingt der Fall ist, aber die sind ja öffentlich.
00:29:21: Da kann man ja hingehen und man kann sich die anschauen, okay, das kostet mehr Zeit und ist aufwendiger, als ich eine Zusammenfassung dafür durchzulesen, aber hat das einen Pullfaktor?
00:29:30: Also gibt es Leute, die zu Hause sitzen und sich ärgern, Miss, ich konnte schon wieder die Gemeinderatssitzung nicht verfolgen.
00:29:37: Ich wünschte, es gäbe da ein journalistisches Produkt, das das für mich übernimmt.
00:29:41: Und das führt mich, vielleicht müssen wir nicht so weit abschweifen, aber das führt für mich generell in diese größere Frage.
00:29:47: Da gab es auch eine Prediction zu, die ich jetzt nicht so im Detail gelesen habe, aber wo es auch darum ging, the future of journalism is conversational, wo es um diese ganze Chatbot-Thematik geht.
00:29:53: Oh Gott,
00:29:54: ja.
00:29:55: Ist es so?
00:29:55: Nein.
00:29:57: Nach welchen News fragt man wirklich so?
00:30:01: Und ich glaube, es gibt News, nach dem man fragt.
00:30:04: Ich glaube, im hyperlokalen so, was ist das für eine Baustelle?
00:30:09: Warum hat es da gestern gebrannt?
00:30:12: Wurde er schon wieder eingebrochen in der nächsten Straße oder sowas?
00:30:15: Vielleicht auch so?
00:30:17: was hat denn jetzt Partei X gerade schon wieder gemacht, so mag sein, aber selbst dafür braucht man wahrscheinlich irgendwie Trigger, dass man erstmal was hört, da wurde was entschieden, dass man dazu Fragen stellen kann.
00:30:27: Gibt es eine conversational Framework, in dem Leute fragen, was ist denn in der Gemeinderatssitzung vom XXI.
00:30:34: Elften passiert?
00:30:36: Ich glaube auch, das ist nicht relevant für Entverbrauche.
00:30:38: oder nur für sehr nischige Entverbraucher.
00:30:41: Ich glaube, es ist ein Recherchetool.
00:30:44: Es ist im Grunde, wer das eine Datenbank, wo ich als Journalist dann zugreifen kann.
00:30:47: Ich muss ja aussagen, Protokolle sind langweilig.
00:30:50: Die sind nur dann interessant, wenn ich sie kontextualisiere, zusammenführe, eine Story drauf schreibe, dann auch ein Interview für eine klassische journalistische Arbeit.
00:30:58: Die Arbeit im Idealfall ein bisschen einfacher ist dadurch, dass ich den Zugriff easy drauf habe, vielleicht auch voll durchsuchbar habe.
00:31:06: vielleicht mit Entity Recognition, auch drüber, war es auch immer, anstatt eben über, weiß nicht, fünfzig verschiedener Portale, mich durchprügeln zu müssen, nicht unbedingt gut eingescannte Dokumente mehr auszulesen.
00:31:20: Ich denke, dass es ist, ja, ich sehe das auch nicht, ich sehe das nicht, aber ich glaube auch, es ist es, es ist es, es ist es, es ist es, es ist es, es ist es, es ist es, es ist es, es ist es, es ist es, es ist es, es ist es, es ist es, es ist es, es ist es, es ist es, es ist es, es ist es, es ist es, es ist es, es ist es, es ist es, es ist es, es ist es, es ist es, es ist es, es ist es, es ist es, es ist es, es ist es, es ist es, es ist es, es ist es, es ist es, es ist es, es ist es, Das ist kein Journalismus.
00:31:38: Das ist ja einfach nur, dann bin ich auch nur eine bessere Datenbank, wo im Grunde niemand Interesse hätte, mich zu durchsuchen.
00:31:44: Und ich glaube, so muss man das aussehen.
00:31:46: Es geht eh hier um Rechercheinfrastruktur und Recherche-Tools zu bauen, als tatsächlich ein Ersatz für Journalismus zu schaffen.
00:31:55: Fair.
00:31:55: Fair.
00:31:56: Gebe ich ganz zu, dass das, ich habe natürlich direkt von der Consumerseite darauf geschaut, klar, als Recherche-Tool Es macht sicher mehr Sinn.
00:32:04: Ich glaube, da sind wir dann auch um zum versöhnlichen Jahresausgang noch noch mal was Positives über KI zu sagen.
00:32:10: Das ist ja im Endeffekt das Versprechen von KI, was es mit Einschränkungen, so das berühmte Notebook-LM oder sowas ja gibt, die Möglichkeit halt größere Datenmengen, die vorher vielleicht nicht durchsuchbar waren, jetzt einfacher nutzbar zu machen, um dann etwas daraus zu machen.
00:32:28: Weniger, um es halt als... Produkt selbst zu nutzen, sondern stärker, um es als Werkzeug zu benutzen, um dann etwas daraus zu machen können.
00:32:34: Egal ob das dann Journalismus oder anderer Knowledgework oder sonst irgendwie was
00:32:37: ist.
00:32:38: Insofern auch da versöhnlicher Jahresabschluss.
00:32:44: Jetzt haben wir schon relativ viel geredet.
00:32:45: Ich würde es ein bisschen reduzieren.
00:32:46: Aber ein, zwei Themen hätte ich auch noch.
00:32:51: Zum einen die Prediction von Alexander Borchert, auch bekannte und des Media Labs.
00:32:57: Professorin Ehrenhalber an der TU München und Independent Media Researcher, schreibt sie in ihrer Bio, sie netters Editors will start tackling the five percent challenge and it won't be fun.
00:33:09: Und das geht so ein bisschen in die Richtung von einem anderen Artikel, über den wir hier vor einigen Monaten schon mal gesprochen haben von Follow For Media, der überschrieben war mit dem schönen, weißen Titel The Pivoter, I Is Not Real and Will Not Work, wo der Chefredakteur von Follow For Media ... stark dafür argumentiert, dass Journalismus mit Masse und mit Content die Slop-Wars nicht gewinnen kann, weil es immer jemandem geben wird, der es schneller und mit weniger Skruppeln produziert.
00:33:39: Und so ein bisschen habe ich Alexandra da auch verstanden, dass sie sagt, sie zitiert die Zahl, sie glaubt, dass es mehr als fünf Prozent sind, muss man auch sagen.
00:33:46: Fünfundneinzig Prozent vom Journalismus sind eigentlich nicht das, was dem Wert vom Journalismus ausmacht, weil es ... Produktvergleiche, Service-Tests, sie nennen ein paar Beispiele, Sachen, die KI wahrscheinlich tatsächlich schneller machen kann oder die zumindest auch von anderen Akteuren mit KI sehr schnell gemacht werden, egal, ob das diese Akteure dann gute Absichten haben oder nicht.
00:34:06: Und das in der Zahl, die sie zitiert, eben fünf Prozent der Arbeit von Journalismus, das sind was Journalismus tatsächlich ausmacht.
00:34:11: Sie glaubt, es sind eher zwanzig Prozent und ich glaube auch, dass es eher zwanzig Prozent sind als fünf Prozent.
00:34:16: Aber ein Fokus auf die Sachen, die Journalismus halt tatsächlich ausmachen.
00:34:21: Und das ist eben nicht Masse an Content, sondern das ist eben Human Connection, das ist Recherche, das sind Scoops, das sind Wissen zu teilen, Dinge aufzudecken, die die KI eben nicht weiß.
00:34:35: Das sind Kontexte zu schaffen, dass es sich auf Audiences einzulassen und Input von Audiences anzunehmen und so was.
00:34:42: Und dass das, das ist worauf sich Journalismus fokussieren sollte, was ich idealistisch schön finde und praktisch auch irgendwie realistisch.
00:34:50: Vielleicht mit der kleinen, bitter Note irgendwie dabei, dass das, glaube ich, kleineren und neu gegründeten Medienunternehmen, so wie Foro for Media, sicher deutlich leichter fällt, als es großen, breiten Medienhäusern fallen wird, oder?
00:35:05: Ja, definitiv.
00:35:06: Definitiv.
00:35:07: Es ist leichter, wenn ich mir ein kleines Publikum aussuchen kann oder eine kleine Nischung für die schreibe und mit denen schreibe und mit denen arbeite.
00:35:13: Ich glaube, dass das ja auch, ich glaube, großen Fels auch leicht her.
00:35:16: Ich meine, New York Times ist ein gutes Beispiel, der für die Guardian hat seine Probleme, aber auch, glaube ich, ganz solide.
00:35:24: Financial Times hat auch irgendwie eine klare Zielgruppe, aber auch eine relativ große Reichweite.
00:35:28: Also so, ich mach mir eher so Sorgen über diese mittelgroßen Häuser.
00:35:33: Die auch dann auf Klavel, die New York Times hat auch die Brand, da sind wir wieder beim Brand Thema, ne?
00:35:36: Genau.
00:35:37: Der New Yorker mit dem Toadbag-Onion, wieder bei der Onion, die machen jetzt auch ein Toadbag, ich weiß nicht, ob du das schon gesehen hast, der halt genauso aussieht wie der New Yorker Toadbag, aber halt mit die Onion drauf, statt New Yorker.
00:35:47: Und ich sag wie's... Wenn jemand noch später Weihnachtsgeschenke für Christian haben will.
00:35:52: Hey, ich sag wie's ist, ich werd mir das Ding halt schon bestellen.
00:35:54: Also, damit kriegt man mich.
00:35:59: Das wird leider so sein, insofern auch da das Brandbildi wieder ein Thema.
00:36:06: Und dann vielleicht noch zum Abschluss ein Thema, das sich schön fand, weil es irgendwie traurig war und erfrischend ehrlich, aber auch irgendwie versucht er, eine positive Note abzuregen.
00:36:16: Das ist die Prodiction von, das werde ich jetzt verhackstücken, Mithili Sampath Kumar, eine freie Journalistin und Künstlerin in New York, die über den Renaissance Journalism schreibt.
00:36:27: wo sie im Endeffekt sagt, ja, viele im Journalismus, viele freie Autorien, Autoren usw.
00:36:33: haben ihre Jobs verloren, die werden auch nicht wiederkommen.
00:36:34: Diese Leute müssen irgendwie ihre Miete bezahlen.
00:36:37: Die werden neue Jobs suchen, die werden Taxifahrer, Barista, Schweißer, alles Mögliche werden.
00:36:44: Um Geld zu verdienen, werden aber im Kopf Journalistinnen und Journalisten bleiben.
00:36:49: Und das ist eine ... ja, irgendwie so ... Bliege, wie möglich, also auch realistische Vorstellungen.
00:36:56: Das könnte schon sein, Präkarisierung von Journalismus ist jetzt auch nur keine neue Entwicklung durch KI oder so.
00:37:03: Aber sie dreht das eben so und sagt, hey, das schafft eigentlich einen neuen Typus von Journalist in, der oder die dann eben nicht noch, auch das ein Diversitätsthema, aber das wäre schon länger gesprochen oder so, aber in ganz neue Perspektiven-Vielfalt irgendwie reinbringt und ganz neue Skillsets in Journalismus reinbringt, weil eben vielleicht die meisten Journalistinnen und Journalisten nicht mehr einfach Journalistinnen sind, die Journalismus gelernt haben und dann nur Journalismus machen, sondern vielleicht mal Journalismus gelernt haben, dann aber auch viel Zeit auf dem Bau gearbeitet haben oder irgendwas, diese ganzen anderen normalen Jobs, die normale Menschen so machen, gemacht haben und gleichzeitig aber weiter Journalismus machen, in welchem Sinne auch überhaupt das dann als Newsfluencer passiert, ob das vielleicht dann doch als freie Journalistin ist, auch wenn dir der Job alleine die Miete nicht mehr bezahlt und dadurch Journalist.
00:37:51: Innen ein viel breitere Skillset, viel breitere Perspektivenvielfalt irgendwie mitbringen und dass das eigentlich auch was Gutes sein könnte.
00:37:58: Und das fand ich irgendwie einen schönen Gedanken.
00:38:00: Und irgendwie praktischen Gedanken und ja auch irgendwie einen historisch belegten Gedanken, weil ich glaube, das war ja auch nicht immer so, dass Journalismus der Hauptberuf war, sondern keine Ahnung, ich hab... die letzten drei Monaten sehr viel diesen Revolutionspotcast gehört, wo ja alle Revolutionäre immer Journalisten waren, aber meistens auch irgendwie Anwälte.
00:38:23: Ohne das jetzt sagen wird, dass alle Journalisten auch Anwälte werden müssen.
00:38:26: Aber wenn wir schon in einer Welt leben, in der man von Journalismus nicht leben kann, dann ist das vielleicht die Glashalbvoll- Sichtweise darauf.
00:38:37: Und ich muss ganz ehrlich sagen, ich finde auch einfach Renaissance-Journalist schön und würde selber auch gerne einer sein.
00:38:43: Das war ein schönes Entwort.
00:38:44: Ich will da auch gar nicht in mir rein, Pizzi.
00:38:46: Ich finde, ich lasse es mit einer traurig-positiven Note, zum Fünfundzwanzig beenden, mit einer traurig-positiven Note.
00:38:55: Und dann sechsundzwanzig wieder mit Krise, Krise, Krise einzusteigen, das finde ich gut.
00:39:01: Wir haben viele Themen nicht angesprochen.
00:39:02: Es gibt einige Sachen, die jetzt nicht in dieses Projektionsschema fallen, über die man noch hätte reden können.
00:39:07: Keine Ahnung, das neue Payment-Package für Elon Musk, alle möglichen Grock-Geschichten.
00:39:12: Was weiß ich, Themen, die es noch gab, die wir nicht gesprochen haben jetzt, auch andere Trendthemen.
00:39:17: im Gaming-Bereich ist ja auch viel passiert.
00:39:19: Ich glaube, man kann nie alles abdecken in so einem Podcast, schon gar nicht in der Jahresentfolge.
00:39:25: Wir hoffen, ihr habt trotzdem gerne zugehört.
00:39:27: Wir hoffen, es hat euch gefallen.
00:39:29: Wir melden uns im neuen Jahr wieder und wünschen euch bis dahin natürlich frohe Feiertage, fröhliche Weihnachten an alle, die feiern und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
00:39:39: Bleibt stabil, macht Chachibitima aus für eine Woche oder so.
00:39:43: Und wir hören uns dann wieder im Januar.
00:39:46: Macht's gut.
00:39:47: Macht's gut, Johannes.
00:39:48: Macht's gut.
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